Wer zum ersten Mal mit einem Automatik-Pkw fährt, muss sich zunächst an eine andere Art der Bedienung gewöhnen. Anders als bei einem Schaltwagen gibt es kein Kupplungspedal und der Fahrer muss die Gänge nicht selbst wechseln. Das Fahrzeug übernimmt diese Aufgaben automatisch. Trotzdem gibt es einige wichtige Dinge, die man vor dem Losfahren wissen sollte.
Besonders wichtig ist der hydraulische Drehmomentwandler. Er sorgt dafür, dass die Kraft des Motors auf das Getriebe übertragen wird. Außerdem ermöglicht er ein sanftes Anfahren, ohne dass der Fahrer eine Kupplung bedienen muss.
Vielleicht begegnet Ihnen diese Frage auch in der Führerschein-Theorieprüfung: Sie wollen mit einem Automatik-Pkw (hydraulischer Wandler) losfahren. Was müssen Sie wissen? Um die richtige Antwort zu verstehen, sollten Sie zunächst wissen, wie ein solches Automatikgetriebe funktioniert und welche Aufgabe der Drehmomentwandler übernimmt.
In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Grundlagen in einfachen Worten. Sie erfahren, wie Sie einen Automatik-Pkw richtig starten, welche Wählhebel-Stellungen es gibt und worauf Sie beim Anfahren achten müssen.
Was bedeutet ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler?
Ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist ein Fahrzeug, bei dem das Getriebe die Gangwechsel selbstständig übernimmt. Der Fahrer muss also nicht wie bei einem Schaltwagen ständig die Kupplung treten und den passenden Gang auswählen. Stattdessen kann er sich auf das Lenken, Bremsen und Beschleunigen konzentrieren.
Das Besondere an diesem Fahrzeug ist der sogenannte hydraulische Drehmomentwandler. Er befindet sich zwischen dem Motor und dem Automatikgetriebe. Seine Aufgabe ist es, die Motorkraft mithilfe von Flüssigkeit, genauer gesagt Getriebeöl, auf das Getriebe zu übertragen.
Das bedeutet, dass die Kraft des Motors nicht auf die gleiche Weise übertragen wird wie bei einer normalen Kupplung im Schaltwagen. Beim Anfahren wird die Kraft hauptsächlich durch die Bewegung des Öls im Drehmomentwandler übertragen. Dadurch kann das Fahrzeug langsam anfahren, ohne dass der Fahrer eine Kupplung bedienen muss.
Wie funktioniert ein hydraulischer Drehmomentwandler?
Um die Funktionsweise besser zu verstehen, kann man sich zwei kleine Schaufelräder vorstellen, zwischen denen sich Flüssigkeit bewegt. Das erste Rad wird vom Motor angetrieben. Es bewegt das Öl und leitet dadurch die Kraft an das zweite Rad weiter. Dieses zweite Rad ist mit dem Getriebe verbunden.
Ein Drehmomentwandler besteht hauptsächlich aus drei wichtigen Teilen:
| Bauteil | Einfache Erklärung | Aufgabe |
|---|---|---|
| Pumpenrad | Wird vom Motor angetrieben. | Setzt das Getriebeöl in Bewegung. |
| Turbinenrad | Ist mit dem Getriebe verbunden. | Nimmt die Bewegung des Öls auf und überträgt die Kraft weiter. |
| Leitrad | Befindet sich zwischen Pumpenrad und Turbinenrad. | Lenkt den Ölstrom um und unterstützt die Kraftübertragung. |
Wenn der Motor läuft, dreht sich das Pumpenrad. Dadurch wird das Getriebeöl in Bewegung gesetzt. Das Öl trifft anschließend auf das Turbinenrad und bringt es ebenfalls zum Drehen. So gelangt die Kraft des Motors zum Getriebe und schließlich zu den Antriebsrädern.
Das Leitrad hat dabei eine besondere Aufgabe. Vor allem beim Anfahren hilft es, das Drehmoment zu erhöhen. Das ist wichtig, weil ein Fahrzeug aus dem Stand mehr Kraft benötigt, um sich in Bewegung zu setzen.
Einfach erklärt: Der Motor bewegt das Öl im Drehmomentwandler. Das Öl überträgt die Bewegung auf das Getriebe. Dadurch kann das Fahrzeug losfahren, ohne dass der Fahrer selbst eine Kupplung betätigen muss.
Warum braucht ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler kein Kupplungspedal?
Bei einem Schaltwagen muss der Fahrer die Verbindung zwischen Motor und Getriebe beim Anfahren und Schalten mit der Kupplung kontrollieren. Wird die Kupplung zu schnell losgelassen oder falsch bedient, kann der Motor abgewürgt werden.
Bei einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler übernimmt der Drehmomentwandler einen großen Teil dieser Aufgabe. Er ermöglicht eine flexible Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe. Deshalb ist kein herkömmliches Kupplungspedal notwendig.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Automatikfahrzeug überhaupt keine Kupplung besitzt. Viele Wandlerautomatikgetriebe haben zusätzlich interne Kupplungen und Bremsen, mit denen die verschiedenen Gänge geschaltet werden. Diese Bauteile arbeiten automatisch im Inneren des Getriebes.
Bei vielen modernen Wandlerautomatikgetrieben gibt es außerdem eine sogenannte Wandlerüberbrückungskupplung. Sie kann bei geeigneten Fahrsituationen eine direkte mechanische Verbindung zwischen Motor und Getriebe herstellen. Dadurch werden Energieverluste reduziert und der Kraftstoffverbrauch kann sinken.
Warum ist ein hydraulischer Wandler beim Anfahren besonders hilfreich?
Ein großer Vorteil des hydraulischen Drehmomentwandlers zeigt sich direkt beim Losfahren. Wenn Sie eine Fahrstufe wie D einlegen und anschließend die Bremse lösen, kann sich das Fahrzeug langsam selbstständig bewegen. Dieses Verhalten wird als Kriecheffekt bezeichnet.
Der Fahrer muss dafür nicht sofort Gas geben. Besonders beim Einparken, Rangieren und Fahren in langsamem Verkehr ist diese Eigenschaft hilfreich.
Ein weiterer Vorteil ist das sanfte Anfahren. Die Kraft wird nicht so plötzlich übertragen wie bei einer ungeschickten Kupplungsbetätigung in einem Schaltwagen. Dadurch kann das Fahrzeug besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten angenehm und gleichmäßig fahren.
Allerdings hängt das genaue Fahrverhalten vom jeweiligen Fahrzeug, dem Getriebe und der Fahrstufe ab. Nicht jede Wandlerautomatik reagiert gleich.
Was ist der Unterschied zwischen einer Wandlerautomatik und einem Schaltgetriebe?
Der größte Unterschied liegt in der Kraftübertragung und der Bedienung. Bei einem Schaltwagen muss der Fahrer selbst kuppeln und die Gänge wechseln. Bei einer Wandlerautomatik übernimmt das Fahrzeug diese Aufgaben weitgehend selbstständig.
| Merkmal | Schaltgetriebe | Wandlerautomatik |
|---|---|---|
| Kupplungspedal | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Gangwechsel | Durch den Fahrer | Automatisch |
| Anfahren | Mit Kupplung und Gas | Mit Bremse und bei Bedarf Gas |
| Kriecheffekt | Normalerweise nicht vorhanden | Typischerweise vorhanden |
| Bedienung | Mehrere Pedale und manuelle Gangwahl | Gas, Bremse und Wählhebel |
| Fahrkomfort | Abhängig von der Kupplungsbedienung | Häufig besonders sanft beim Anfahren |
Es gibt allerdings auch andere Automatikgetriebe, zum Beispiel Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und stufenlose Getriebe (CVT). Sie funktionieren technisch anders als eine klassische Wandlerautomatik. Deshalb sollte man die verschiedenen Getriebearten nicht miteinander verwechseln.
Ist ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler für Anfänger geeignet?
Ja, eine Wandlerautomatik kann besonders für Fahranfänger angenehm sein. Der Fahrer muss sich nicht um das Schalten und Kuppeln kümmern. Dadurch kann er seine Aufmerksamkeit stärker auf den Verkehr, die Verkehrsschilder und andere Verkehrsteilnehmer richten.
Auch beim Anfahren an einer Ampel oder beim Einparken ist die Bedienung häufig einfacher. Das Fahrzeug kann sich durch den Kriecheffekt langsam bewegen, sodass nicht bei jeder kleinen Bewegung Gas gegeben werden muss.
Trotzdem sollte man die Bedienung zunächst auf einem sicheren und geeigneten Übungsplatz kennenlernen. Besonders wichtig ist es, sich mit dem Wählhebel, der Bremse und dem Verhalten des Fahrzeugs in den verschiedenen Fahrstufen vertraut zu machen.
Beispiel aus dem Alltag:
Stellen Sie sich vor, Sie stehen mit Ihrem Automatik-Pkw an einer roten Ampel. Der Motor läuft und der Wählhebel befindet sich auf D. Sie halten das Fahrzeug mit der Betriebsbremse fest. Sobald die Ampel auf Grün schaltet und Sie die Bremse vorsichtig lösen, kann sich das Fahrzeug langsam nach vorne bewegen. Erst wenn Sie schneller fahren möchten, geben Sie zusätzlich Gas.
Genau dieses einfache Anfahren ist einer der Vorteile eines Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler.
Merksatz: Bei einer Wandlerautomatik übernimmt der hydraulische Drehmomentwandler die Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe. Deshalb benötigt der Fahrer kein herkömmliches Kupplungspedal und kann besonders einfach und sanft anfahren.
Wichtig ist jedoch: Auch wenn ein Automatik-Pkw einfacher zu bedienen ist, darf man seine selbstständige Bewegung nicht unterschätzen. Sobald eine Fahrstufe eingelegt ist, kann sich das Fahrzeug bewegen. Deshalb sollte man beim Einlegen einer Fahrstufe immer die Betriebsbremse betätigen und die Umgebung aufmerksam beobachten.
Sie wollen mit einem Automatik-Pkw (hydraulischer Wandler) losfahren: Was müssen Sie wissen?
Wenn Sie mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler losfahren möchten, gibt es eine besonders wichtige Regel: Beim Einlegen einer Fahrstufe muss das Fahrzeug in der Regel mit der Betriebsbremse festgehalten werden. Das bedeutet, dass Sie das Bremspedal betätigen sollten, bevor Sie den Wählhebel auf D (Drive) oder R (Rückwärtsgang) stellen.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Ein Automatikfahrzeug kann sich bereits bewegen, sobald eine Fahrstufe eingelegt ist und der Motor läuft. Sie müssen dafür nicht unbedingt das Gaspedal betätigen. Durch den hydraulischen Drehmomentwandler wird die Motorkraft auf das Getriebe übertragen. Dadurch kann das Fahrzeug langsam anrollen. Wenn Sie die Bremse nicht betätigen, besteht die Gefahr, dass sich das Auto unerwartet in Bewegung setzt.
Besonders für Fahranfänger ist diese Regel wichtig. Vielleicht sitzen Sie gerade im Auto, haben den Motor gestartet und möchten den Wählhebel auf D stellen. Wenn Sie dabei nicht auf die Bremse treten, kann das Fahrzeug bereits anfangen, sich nach vorne zu bewegen. Deshalb sollten Sie sich angewöhnen, beim Einlegen einer Fahrstufe immer zuerst das Bremspedal zu drücken.
Warum muss man beim Einlegen einer Fahrstufe die Betriebsbremse betätigen?
Die Betriebsbremse ist die normale Fußbremse, mit der Sie Ihr Fahrzeug während der Fahrt und im Stand abbremsen oder festhalten. Beim Automatik-Pkw hat sie eine besonders wichtige Aufgabe, weil das Fahrzeug bei laufendem Motor und eingelegter Fahrstufe nicht unbedingt von selbst stehen bleibt.
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen in Ihrem Auto, der Motor läuft und der Wählhebel befindet sich noch auf P. Sie möchten jetzt losfahren und wechseln auf D. Sobald die Fahrstufe eingelegt ist, kann der hydraulische Drehmomentwandler Kraft übertragen. Das Fahrzeug möchte sich dadurch langsam nach vorne bewegen.
Wenn Sie das Bremspedal gedrückt halten, bleibt das Auto jedoch stehen. Erst wenn Sie bewusst die Bremse lösen, kann es langsam anrollen. So behalten Sie die Kontrolle über das Fahrzeug und verhindern ein unbeabsichtigtes Losfahren.
Merken Sie sich: Die Betriebsbremse hält den Automatik-Pkw beim Einlegen der Fahrstufe sicher fest. Sie verhindert, dass das Fahrzeug ungewollt losrollt.
Darf man den Wählhebel bei laufendem Motor betätigen?
Ja, das ist grundsätzlich erlaubt. Eine häufige falsche Vorstellung ist, dass man den Motor vor jedem Wechsel der Fahrstufe ausschalten muss. Das ist jedoch nicht richtig.
Bei einem Automatik-Pkw können Sie den Wählhebel auch bei laufendem Motor betätigen. Das ist sogar ganz normal, denn Sie müssen beispielsweise bei laufendem Motor von P auf D wechseln, um loszufahren. Auch beim Rangieren kann es notwendig sein, zwischen D und R zu wechseln. Dabei muss das Fahrzeug vor dem Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt vollständig zum Stillstand kommen.
Wichtig ist außerdem, dass Sie beim Wechseln der Fahrstufe die Betriebsbremse betätigen. Viele moderne Automatikfahrzeuge besitzen eine Sicherheitssperre, die verhindert, dass der Wählhebel ohne Betätigung der Bremse aus der Parkstellung bewegt werden kann. Die genaue Bedienung kann je nach Fahrzeug unterschiedlich sein.
Sie müssen also nicht den Motor ausschalten, nur um eine Fahrstufe einzulegen. Viel wichtiger ist, dass Sie die Bremse richtig benutzen und den Wählhebel entsprechend der Fahrsituation bedienen.
Muss man die Drehzahl beim Losfahren stark erhöhen, damit der Motor nicht abgewürgt wird?
Nein. Bei einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler müssen Sie die Motordrehzahl nicht wesentlich erhöhen, damit der Motor beim Losfahren nicht ausgeht.
Das liegt daran, dass der Drehmomentwandler die Kraft zwischen Motor und Getriebe überträgt, ohne dass dafür eine herkömmliche Kupplung wie bei einem Schaltwagen betätigt werden muss. Bei einem Schaltwagen kann der Motor abgewürgt werden, wenn der Fahrer die Kupplung falsch bedient. Bei einer Wandlerautomatik entsteht dieses typische Problem beim normalen Anfahren nicht.
Wenn Sie eine Fahrstufe einlegen und die Bremse lösen, kann das Fahrzeug bereits langsam anrollen. Sie können anschließend vorsichtig Gas geben, wenn Sie schneller fahren möchten. Ein starkes Beschleunigen direkt beim Einlegen der Fahrstufe ist nicht notwendig und kann sogar gefährlich sein.
Gerade beim ersten Umgang mit einem Automatikfahrzeug sollten Sie deshalb vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen. Das Fahrzeug reagiert möglicherweise schon bei leichtem Druck auf das Gaspedal deutlich stärker, als Sie es erwarten.
Welche Antwort ist bei der Führerschein-Theoriefrage 2.7.01-110 richtig?
Diese Frage kommt in der deutschen Führerschein-Theorieprüfung für die Klasse B vor. Sie lautet:
„Sie wollen mit einem Automatik-Pkw (hydraulischer Wandler) losfahren. Was müssen Sie wissen?“
In der Prüfung werden Ihnen drei Aussagen gezeigt. Sie müssen entscheiden, welche davon richtig ist.
| Aussage | Richtig oder falsch? |
|---|---|
| Beim Einlegen einer Fahrstufe muss der Pkw in der Regel mit der Betriebsbremse festgehalten werden. | Richtig |
| Der Wählhebel darf nur bei stehendem Motor betätigt werden. | Falsch |
| Die Drehzahl muss wesentlich erhöht werden, damit der Motor nicht abgewürgt wird. | Falsch |
Die erste Aussage ist richtig. Sie müssen das Fahrzeug beim Einlegen einer Fahrstufe normalerweise mit der Betriebsbremse festhalten, damit es nicht ungewollt losfährt.
Die zweite Aussage ist falsch, weil Sie den Wählhebel auch bei laufendem Motor betätigen dürfen. Schließlich müssen Sie bei laufendem Motor eine Fahrstufe einlegen, wenn Sie mit dem Fahrzeug losfahren möchten.
Auch die dritte Aussage ist falsch. Der hydraulische Drehmomentwandler übernimmt die Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe. Deshalb müssen Sie die Motordrehzahl nicht stark erhöhen, um ein Abwürgen des Motors wie bei einem Schaltwagen zu verhindern.
Die richtige Prüfungsantwort lautet also: „Beim Einlegen einer Fahrstufe muss der Pkw in der Regel mit der Betriebsbremse festgehalten werden.“
Wie können Sie sich die richtige Bedienung beim Losfahren merken?
Am einfachsten ist es, wenn Sie sich eine feste Reihenfolge angewöhnen. Betätigen Sie zuerst die Betriebsbremse, bevor Sie eine Fahrstufe einlegen. Wählen Sie anschließend D für die Vorwärtsfahrt oder R für das Rückwärtsfahren. Sobald Sie sicher sind, dass die richtige Fahrstufe eingelegt ist und die Umgebung frei ist, können Sie die Bremse vorsichtig lösen.
Ein Beispiel aus dem Alltag macht das noch verständlicher:
Sie stehen mit Ihrem Automatik-Pkw auf einem Parkplatz. Der Motor ist gestartet und Sie möchten vorwärts losfahren. Sie drücken mit dem rechten Fuß auf das Bremspedal und stellen den Wählhebel von P auf D. Danach schauen Sie in die Spiegel und überprüfen die Umgebung. Wenn alles sicher ist, lösen Sie die Bremse langsam. Das Auto beginnt möglicherweise von allein zu rollen. Wenn Sie schneller fahren möchten, geben Sie vorsichtig Gas.
So vermeiden Sie, dass sich Ihr Fahrzeug unkontrolliert in Bewegung setzt.
Merksatz für die Theorieprüfung: Fahrstufe einlegen – Bremse gedrückt halten! Der Wählhebel darf auch bei laufendem Motor betätigt werden. Eine wesentlich erhöhte Motordrehzahl ist beim normalen Anfahren nicht erforderlich.
Wer diese drei Aussagen verstanden hat, kann die Theoriefrage 2.7.01-110 sicher beantworten und weiß gleichzeitig, worauf es in der Praxis beim Losfahren mit einem Automatik-Pkw ankommt.
Wie starten Sie einen Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler richtig?
Das Starten eines Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist normalerweise einfacher als das Starten eines Fahrzeugs mit Schaltgetriebe. Sie müssen keine Kupplung betätigen und keinen Gang manuell einlegen. Trotzdem sollten Sie eine bestimmte Reihenfolge beachten, damit das Fahrzeug sicher gestartet wird und nicht unbeabsichtigt losrollt.
Bevor Sie den Motor starten, sollten Sie zunächst sicherstellen, dass Sie richtig sitzen und eine gute Sicht auf die Straße haben. Stellen Sie den Sitz und die Spiegel passend ein und legen Sie Ihren Sicherheitsgurt an. Überprüfen Sie außerdem, ob sich Personen, Tiere oder Gegenstände in der Nähe des Fahrzeugs befinden.
Besonders wichtig ist die Stellung des Wählhebels. Bei den meisten Automatikfahrzeugen sollte sich dieser beim Starten in der Position P (Parken) befinden. In dieser Stellung ist das Getriebe für das Parken gesichert. Einige Fahrzeuge erlauben den Motorstart auch in N (Neutral). Welche Möglichkeiten Ihr Fahrzeug bietet, können Sie in der Bedienungsanleitung nachlesen.
Was müssen Sie vor dem Starten des Automatik-Pkw beachten?
Bevor Sie den Zündschlüssel drehen oder den Startknopf drücken, sollten Sie einige grundlegende Dinge überprüfen. Dadurch vermeiden Sie Bedienungsfehler und können anschließend sicher losfahren.
Achten Sie besonders auf folgende Punkte:
- Wählhebel: Kontrollieren Sie, ob sich der Wählhebel in P befindet.
- Bremspedal: Betätigen Sie die Betriebsbremse mit dem rechten Fuß.
- Sicherheitsgurt: Legen Sie den Sicherheitsgurt an.
- Umgebung: Achten Sie darauf, dass sich keine Hindernisse oder Personen in unmittelbarer Nähe befinden.
- Sitzposition: Stellen Sie sicher, dass Sie die Pedale bequem erreichen und eine gute Sicht haben.
Diese Vorbereitungen sind besonders für Fahranfänger wichtig. Wer sich direkt nach dem Einsteigen auf das Starten konzentriert, vergisst manchmal die Umgebung oder die richtige Wählhebelstellung.
In welcher Stellung muss sich der Wählhebel beim Motorstart befinden?
Bei den meisten Automatik-Pkw wird der Motor in der Parkstellung P gestartet. Diese Stellung sorgt dafür, dass das Getriebe die Parksperre aktiviert. Dadurch wird verhindert, dass sich das Fahrzeug wie bei einer eingelegten Fahrstufe frei bewegen kann.
Bei einigen Automatikfahrzeugen ist ein Motorstart auch in der Neutralstellung N möglich. Das ist beispielsweise dann hilfreich, wenn das Fahrzeug aus bestimmten Gründen nicht in P gestartet werden kann. Für den normalen Alltag ist P jedoch die übliche und empfohlene Startposition.
Wichtig ist, dass Sie nicht versuchen, den Motor in D oder R zu starten. Moderne Fahrzeuge verhindern dies normalerweise durch eine Startsperre. Diese Sicherheitseinrichtung soll verhindern, dass das Auto direkt nach dem Starten losfährt.
Merken Sie sich: Zum normalen Starten eines Automatik-Pkw verwenden Sie die Stellung P und halten das Bremspedal gedrückt.
Warum müssen Sie beim Starten die Fußbremse betätigen?
Bei vielen modernen Automatikfahrzeugen müssen Sie die Betriebsbremse drücken, bevor Sie den Motor starten können. Das ist eine wichtige Sicherheitseinrichtung. Sie verhindert, dass das Fahrzeug beim Starten oder beim anschließenden Einlegen einer Fahrstufe ungewollt losrollt.
Die Betriebsbremse hält das Fahrzeug fest, während Sie den Motor starten. Außerdem können Sie den Wählhebel bei vielen Fahrzeugen erst dann aus der Parkstellung bewegen, wenn Sie das Bremspedal betätigen.
Verwenden Sie dafür grundsätzlich den rechten Fuß. Dieser Fuß ist sowohl für das Gas- als auch für das Bremspedal vorgesehen. So können Sie beim Wechsel zwischen Beschleunigen und Bremsen die Kontrolle behalten.
Ein kleiner Tipp: Gewöhnen Sie sich von Anfang an an, das Bremspedal zu drücken, bevor Sie den Motor starten. Diese einfache Gewohnheit hilft Ihnen später auch beim Rangieren und beim Anfahren an einer Ampel.
Wie starten Sie den Motor mit einem Zündschlüssel oder Startknopf?
Je nach Fahrzeugmodell kann der Motor mit einem klassischen Zündschlüssel oder einem modernen Startknopf gestartet werden. Die grundlegende Vorgehensweise ist bei beiden Varianten ähnlich.
Bei einem Fahrzeug mit Zündschlüssel stecken Sie den Schlüssel in das Zündschloss und drehen ihn in die Startposition. Bei einem Fahrzeug mit Startknopf müssen Sie sich normalerweise mit dem passenden Fahrzeugschlüssel im Auto befinden und anschließend den Knopf drücken. Bei vielen Modellen muss dabei das Bremspedal betätigt werden.
Sobald der Motor läuft, können Sie die Bremse weiterhin gedrückt halten. Kontrollieren Sie kurz, ob auf dem Armaturenbrett Warnleuchten angezeigt werden, die auf ein Problem hinweisen.
Bei modernen Fahrzeugen kann der Motor durch ein Start-Stopp-System oder eine andere automatische Funktion vorübergehend ausgeschaltet werden. Das ist nicht unbedingt ein Fehler. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug betriebsbereit ist und keine relevante Warnmeldung vorliegt.
Wie legen Sie die Fahrstufe D richtig ein?
Wenn der Motor läuft, Sie das Bremspedal gedrückt halten und das Fahrzeug startbereit ist, können Sie die gewünschte Fahrstufe auswählen.
Möchten Sie vorwärtsfahren, stellen Sie den Wählhebel auf D. Das Kürzel D steht für das englische Wort „Drive“ und bedeutet Fahren. In dieser Stellung übernimmt das Automatikgetriebe die Gangwahl selbstständig.
Wenn Sie dagegen rückwärtsfahren möchten, benötigen Sie die Stellung R. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Fahrzeug vollständig steht, bevor Sie von D auf R oder von R auf D wechseln.
Nach dem Einlegen der gewünschten Fahrstufe sollten Sie nicht sofort Gas geben. Kontrollieren Sie zunächst Ihre Umgebung. Überprüfen Sie die Spiegel, schauen Sie über die Schulter und achten Sie besonders auf Fußgänger, Radfahrer und andere Fahrzeuge.
Erst wenn der Fahrweg frei ist, sollten Sie die Bremse kontrolliert lösen.
Wann dürfen Sie die Feststellbremse lösen?
Die Feststellbremse sorgt dafür, dass das Fahrzeug im geparkten Zustand nicht ungewollt wegrollt. Sie wird häufig auch Handbremse genannt, obwohl viele moderne Fahrzeuge eine elektronische Feststellbremse besitzen.
Wenn Sie losfahren möchten, sollte die Feststellbremse entsprechend den Herstellerangaben gelöst werden. Bei vielen Fahrzeugen können Sie dies tun, nachdem Sie den Motor gestartet und die gewünschte Fahrstufe eingelegt haben. Einige Modelle lösen die elektronische Feststellbremse beim Anfahren automatisch.
Besonders am Hang sollten Sie darauf achten, dass das Fahrzeug sicher festgehalten wird, bis die gewünschte Fahrstufe eingelegt und das Anfahren vorbereitet ist. Verlassen Sie sich dabei nicht ausschließlich auf eine automatische Funktion, sondern beachten Sie die Hinweise Ihres Fahrzeugs.
Wie fahren Sie mit einem Automatik-Pkw Schritt für Schritt los?
Damit Sie sich die richtige Reihenfolge leichter merken können, hilft ein einfaches Beispiel.
Stellen Sie sich vor, Ihr Auto steht auf einem Parkplatz und Sie möchten vorwärts losfahren. Gehen Sie folgendermaßen vor:
- Nehmen Sie eine richtige Sitzposition ein und legen Sie den Sicherheitsgurt an.
- Kontrollieren Sie, ob sich der Wählhebel in P befindet.
- Betätigen Sie das Bremspedal mit dem rechten Fuß.
- Starten Sie den Motor mit dem Zündschlüssel oder Startknopf.
- Halten Sie die Bremse weiterhin gedrückt und stellen Sie den Wählhebel auf D.
- Lösen Sie die Feststellbremse, sofern sie nicht automatisch gelöst wird.
- Kontrollieren Sie die Spiegel und die Umgebung.
- Lösen Sie die Betriebsbremse vorsichtig und geben Sie bei Bedarf leicht Gas.
Wenn Sie die Bremse lösen, kann das Fahrzeug bereits langsam nach vorne rollen. Das liegt am sogenannten Kriecheffekt der Wandlerautomatik. Sie müssen also nicht sofort das Gaspedal betätigen.
Möchten Sie schneller fahren, können Sie anschließend vorsichtig Gas geben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht plötzlich stark beschleunigen.
Wichtig: Die genaue Bedienung kann je nach Automatikfahrzeug unterschiedlich sein. Deshalb sollten Sie immer die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Was sollten Sie beim ersten Losfahren besonders beachten?
Gerade wenn Sie bisher nur einen Schaltwagen gefahren sind, kann sich ein Automatikfahrzeug zunächst ungewohnt anfühlen. Viele Fahrer sind es gewohnt, beim Anfahren die Kupplung langsam kommen zu lassen und gleichzeitig Gas zu geben. Bei einer Wandlerautomatik ist das nicht notwendig.
Sie brauchen nur Gas und Bremse richtig zu bedienen. Sobald eine Fahrstufe eingelegt ist und Sie die Bremse lösen, kann das Fahrzeug selbstständig anrollen.
Achten Sie deshalb besonders auf die Stärke des Gaspedaldrucks. Ein leichter Druck reicht häufig aus, um das Auto in Bewegung zu setzen. Vermeiden Sie unnötig starke Beschleunigungen, insbesondere auf Parkplätzen, in engen Straßen und beim Rangieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwendung des richtigen Fußes. Benutzen Sie im normalen Fahrbetrieb den rechten Fuß für Gas und Bremse. Der linke Fuß bleibt auf der dafür vorgesehenen Ruhefläche.
Merksatz: Erst die Betriebsbremse betätigen, dann den Motor starten und die gewünschte Fahrstufe auswählen. Anschließend die Umgebung kontrollieren, die Feststellbremse lösen und vorsichtig losfahren.
Wer diese Reihenfolge kennt und regelmäßig anwendet, kann einen Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler sicher starten und kontrolliert in Bewegung setzen.
Was bedeuten die Wählhebel-Stellungen P, R, N und D bei einem Automatik-Pkw?
Wenn Sie mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler fahren, sollten Sie die verschiedenen Stellungen des Wählhebels kennen. Anders als bei einem Schaltwagen müssen Sie die Gänge nicht selbst einlegen. Sie wählen lediglich die passende Fahrstufe aus und das Automatikgetriebe übernimmt den Rest.
Auf dem Wählhebel finden Sie bei den meisten Automatikfahrzeugen die Buchstaben P, R, N und D. Jede dieser Stellungen hat eine bestimmte Aufgabe. Wenn Sie wissen, was sie bedeuten, können Sie Ihr Fahrzeug sicher bedienen und typische Fehler vermeiden.
Besonders wichtig ist, dass Sie nicht einfach während der Fahrt zwischen allen Stellungen wechseln dürfen. Einige Fahrstufen sind nur zum Parken oder Rückwärtsfahren vorgesehen. Andere werden für die normale Fahrt benötigt.
Was bedeutet P (Parken) bei einem Automatik-Pkw?
Die Stellung P steht für „Parken“. Sie wird verwendet, wenn Sie Ihr Fahrzeug abstellen und nicht weiterfahren möchten. In dieser Position wird eine mechanische Parksperre im Getriebe aktiviert. Sie verhindert, dass sich die Antriebsräder über das Getriebe frei weiterdrehen können.
Wenn Sie beispielsweise Ihr Auto vor Ihrem Haus abstellen, können Sie den Wählhebel auf P stellen. Dadurch wird das Fahrzeug zusätzlich gegen Wegrollen gesichert. Trotzdem sollten Sie sich nicht allein auf die Parkstellung verlassen. Besonders an Steigungen und Gefällen ist es wichtig, zusätzlich die Feststellbremse zu benutzen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, P einzulegen, obwohl das Fahrzeug noch rollt. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. Warten Sie immer, bis das Auto vollständig zum Stillstand gekommen ist, bevor Sie den Wählhebel auf P stellen. Andernfalls können die Bauteile der Parksperre beschädigt werden.
Beispiel: Sie kommen nach Hause und möchten Ihr Auto in der Einfahrt parken. Halten Sie das Fahrzeug zunächst mit der Betriebsbremse vollständig an. Aktivieren Sie anschließend die Feststellbremse und stellen Sie den Wählhebel auf P. Beachten Sie dabei die vom Fahrzeughersteller empfohlene Reihenfolge.
Was bedeutet R (Rückwärtsgang) bei einem Automatik-Pkw?
Die Stellung R steht für „Reverse“ und bedeutet Rückwärtsgang. Sie benötigen diese Fahrstufe, wenn Sie Ihr Fahrzeug rückwärts bewegen möchten. Das kann beispielsweise beim Ausparken, beim Einparken oder beim Rückwärtsfahren in eine Einfahrt notwendig sein.
Wenn Sie R auswählen, stellt das Automatikgetriebe die passende Kraftübertragung für die Rückwärtsfahrt her. Anders als bei einem Schaltwagen müssen Sie keinen Rückwärtsgang manuell einlegen.
Trotzdem sollten Sie beim Rückwärtsfahren besonders vorsichtig sein. Die Sicht nach hinten ist häufig eingeschränkt. Überprüfen Sie deshalb die Umgebung durch die Spiegel und durch einen Blick über die Schulter. Wenn Ihr Fahrzeug eine Rückfahrkamera oder Einparkhilfe besitzt, können diese Systeme zusätzlich helfen. Sie ersetzen jedoch nicht Ihre eigene Aufmerksamkeit.
Wichtig ist auch, dass das Fahrzeug vollständig steht, bevor Sie von D auf R oder von R auf D wechseln. Ein schneller Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt, während das Auto noch rollt, kann das Getriebe stark belasten.
Was bedeutet N (Neutral) bei einem Automatik-Pkw?
Die Stellung N bedeutet „Neutral“ und wird auch als Leerlauf bezeichnet. In dieser Position wird keine normale Antriebskraft vom Motor auf die Antriebsräder übertragen. Das Fahrzeug kann deshalb rollen, wenn es nicht mit der Bremse oder der Feststellbremse festgehalten wird.
N wird beispielsweise in bestimmten Situationen beim Waschen des Fahrzeugs oder bei speziellen Vorgängen benötigt, bei denen das Fahrzeug frei rollen muss. Welche Verwendungsmöglichkeiten erlaubt sind, hängt vom jeweiligen Fahrzeug ab.
Für die normale Fahrt sollten Sie N jedoch nicht verwenden. Wenn Sie beispielsweise an einer Ampel stehen, ist es normalerweise nicht notwendig, den Wählhebel auf N zu stellen. Sie können bei D bleiben und das Fahrzeug mit der Betriebsbremse festhalten.
Verwechseln Sie N außerdem nicht mit P. In der Stellung N ist die Parksperre nicht aktiviert. Das bedeutet, dass Ihr Auto an einer Steigung oder einem Gefälle wegrollen kann, wenn Sie es nicht richtig sichern.
Einfach erklärt: N bedeutet, dass das Getriebe keinen normalen Vorwärts- oder Rückwärtsantrieb bereitstellt. Das Fahrzeug kann sich trotzdem bewegen, wenn es nicht gebremst wird.
Was bedeutet D (Drive) bei einem Automatik-Pkw?
Die Stellung D steht für „Drive“ und ist die normale Fahrstufe für die Vorwärtsfahrt. Wenn Sie mit Ihrem Automatik-Pkw losfahren möchten, wählen Sie normalerweise diese Position.
Sobald D eingelegt ist, übernimmt das Automatikgetriebe die Auswahl der passenden Gänge. Es berücksichtigt dabei verschiedene Faktoren wie die Geschwindigkeit, die Motordrehzahl und die Stärke, mit der Sie das Gaspedal betätigen.
Wenn Sie beispielsweise langsam durch eine Wohnstraße fahren, wählt das Getriebe einen passenden niedrigen Gang. Wenn Sie anschließend stärker beschleunigen und schneller fahren, schaltet das Getriebe automatisch in höhere Gänge.
Ein großer Vorteil besteht darin, dass Sie sich nicht selbst um die Gangwechsel kümmern müssen. Sie können sich dadurch stärker auf den Verkehr konzentrieren. Besonders im Stadtverkehr, beim Anfahren an Ampeln und im Stop-and-go-Verkehr ist das angenehm.
Wenn Sie D eingelegt haben und die Betriebsbremse lösen, kann sich das Fahrzeug durch den Kriecheffekt bereits langsam nach vorne bewegen. Möchten Sie schneller fahren, geben Sie vorsichtig Gas.
Welche zusätzlichen Schaltstellungen gibt es bei einer Automatik?
Neben P, R, N und D besitzen manche Automatikfahrzeuge weitere Schaltmöglichkeiten. Diese hängen vom Fahrzeugmodell und der Getriebebauart ab. Sie sind nicht bei jedem Automatik-Pkw vorhanden.
| Stellung | Bedeutung | Wann wird sie verwendet? |
|---|---|---|
| P | Parken | Zum sicheren Abstellen des Fahrzeugs |
| R | Reverse | Zum Rückwärtsfahren |
| N | Neutral | Für bestimmte Situationen, in denen das Fahrzeug frei rollen soll |
| D | Drive | Für die normale Vorwärtsfahrt |
| S | Sport | Für eine sportlichere Schaltcharakteristik |
| M | Manuell | Für eine vom Fahrer gewählte Gangstufe |
| L | Low | Für niedrige Gänge und bestimmte Fahrsituationen |
| B | Brake | Je nach Fahrzeug für eine stärkere Verzögerung durch den Antrieb |
Die Stellung S wird häufig verwendet, wenn Sie eine sportlichere Fahrweise wünschen. Das Getriebe hält die Gänge dabei je nach Modell länger und reagiert oft direkter auf das Gaspedal.
M steht für den manuellen Schaltmodus. Obwohl es sich um ein Automatikfahrzeug handelt, können Sie in dieser Stellung die Gangwahl selbst beeinflussen. Das geschieht meistens über den Wählhebel oder Schaltwippen am Lenkrad. Das Getriebe besitzt trotzdem elektronische Schutzfunktionen und verhindert bei vielen Fahrzeugen schädliche Gangwechsel.
L steht für „Low“ und ermöglicht je nach Fahrzeug die Nutzung niedriger Gänge. Das kann beispielsweise bei steilen Bergabfahrten oder in bestimmten Situationen hilfreich sein, in denen eine stärkere Motorbremswirkung benötigt wird.
B wird bei manchen Fahrzeugen, insbesondere bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen, für eine stärkere Verzögerung durch den Antrieb verwendet. Die genaue Funktion ist vom jeweiligen Fahrzeug abhängig.
Welche Fahrstufe ist beim normalen Anfahren richtig?
Wenn Sie mit einem Automatik-Pkw vorwärts losfahren möchten, ist D normalerweise die richtige Wahl. Sie müssen dafür lediglich die Betriebsbremse betätigen, den Wählhebel auf D stellen und anschließend die Bremse kontrolliert lösen.
Möchten Sie dagegen rückwärts aus einer Parklücke fahren, wählen Sie R. Achten Sie dabei immer darauf, dass das Auto vollständig steht, bevor Sie die Fahrtrichtung wechseln.
P verwenden Sie zum Parken und Abstellen des Fahrzeugs. N ist dagegen nicht für die normale Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt vorgesehen.
Ein wichtiger Punkt ist, dass Sie die jeweilige Fahrstufe bewusst auswählen. Besonders wenn Sie gerade erst mit dem Automatikfahren beginnen, sollten Sie vor dem Losfahren kurz kontrollieren, ob D oder R tatsächlich eingelegt ist.
Warum muss das Fahrzeug vor dem Wechsel von D auf R vollständig stehen?
Der Wechsel zwischen D und R ist besonders wichtig, weil sich dadurch die Fahrtrichtung ändert. Wenn Sie während der Vorwärtsbewegung direkt den Rückwärtsgang auswählen, kann das zu einer hohen Belastung des Getriebes führen.
Stellen Sie sich vor, Sie möchten auf einem Parkplatz rückwärts einparken. Sie fahren zunächst langsam vorwärts und möchten anschließend zurücksetzen. In dieser Situation müssen Sie zuerst mit der Betriebsbremse vollständig anhalten. Erst danach wechseln Sie von D auf R.
Das Gleiche gilt in umgekehrter Richtung. Wenn Sie rückwärtsfahren und anschließend vorwärts losfahren möchten, müssen Sie zunächst vollständig anhalten und danach D auswählen.
Diese einfache Regel schützt das Automatikgetriebe und hilft Ihnen, das Fahrzeug kontrolliert zu bedienen.
Merksatz: P bedeutet Parken, R bedeutet Rückwärtsfahren, N bedeutet Neutral und D bedeutet Vorwärtsfahren. Für die normale Fahrt verwenden Sie D. Vor dem Wechsel zwischen D und R muss das Fahrzeug vollständig stehen.
Wenn Sie diese vier grundlegenden Wählhebel-Stellungen kennen, fällt Ihnen der Umgang mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler deutlich leichter. Sie wissen dann, welche Position Sie zum Losfahren, Rückwärtsfahren und Parken benötigen und können unnötige Bedienungsfehler vermeiden.
Was ist der Kriecheffekt bei einer Wandlerautomatik und wie funktioniert er?
Ein besonderes Merkmal eines Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist der sogenannte Kriecheffekt. Damit ist gemeint, dass sich das Fahrzeug langsam nach vorne oder hinten bewegen kann, obwohl der Fahrer das Gaspedal nicht betätigt. Es reicht häufig aus, eine Fahrstufe wie D oder R einzulegen und anschließend die Betriebsbremse vorsichtig zu lösen.
Dieses Verhalten ist bei einer Wandlerautomatik ganz normal. Es entsteht durch die Kraftübertragung im hydraulischen Drehmomentwandler. Solange der Motor läuft und eine Fahrstufe eingelegt ist, kann der Wandler eine gewisse Kraft auf das Getriebe übertragen. Dadurch bewegen sich die Räder langsam und das Fahrzeug beginnt zu rollen.
Für viele Fahrer ist dieser Effekt besonders angenehm. Sie müssen beim langsamen Fahren nicht ständig Gas geben. Gerade beim Einparken, beim Rangieren und im dichten Stadtverkehr kann der Kriecheffekt die Bedienung des Fahrzeugs erleichtern. Trotzdem sollten Sie vorsichtig bleiben, denn auch ohne Gas kann sich das Auto bewegen und Personen oder Gegenstände gefährden.
Warum bewegt sich ein Automatik-Pkw ohne Gasgeben?
Bei einem Schaltwagen müssen Sie normalerweise die Kupplung kontrolliert kommen lassen und gleichzeitig Gas geben, damit sich das Fahrzeug in Bewegung setzt. Bei einer Wandlerautomatik funktioniert das anders. Der hydraulische Drehmomentwandler übernimmt die Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe.
Wenn Sie den Motor gestartet und D eingelegt haben, dreht sich der Motor weiter. Das Pumpenrad im Drehmomentwandler setzt das Getriebeöl in Bewegung. Dadurch wird auch das Turbinenrad angetrieben, das mit dem Getriebe verbunden ist.
So kann bereits bei Leerlaufdrehzahl eine geringe Kraft auf die Antriebsräder übertragen werden. Sobald Sie die Bremse lösen, kann sich das Fahrzeug langsam nach vorne bewegen. Wenn Sie R eingelegt haben, kann es entsprechend langsam rückwärts rollen.
Einfach erklärt: Der Motor läuft, der Wählhebel steht auf D oder R und die Bremse wird gelöst. Durch die Kraftübertragung im Drehmomentwandler bewegt sich das Auto langsam, auch ohne dass Sie Gas geben.
Welche Rolle spielt der hydraulische Drehmomentwandler beim Kriecheffekt?
Der hydraulische Drehmomentwandler ist der wichtigste Grund für das typische Kriechverhalten einer klassischen Wandlerautomatik. Er ermöglicht eine Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe, auch wenn sich beide Teile nicht mit derselben Geschwindigkeit drehen.
Das ist besonders beim Anfahren wichtig. Wenn das Fahrzeug steht, kann der Motor weiterlaufen, während die Räder stillstehen. Der Drehmomentwandler gleicht diesen Unterschied durch die hydraulische Kraftübertragung aus.
Sobald Sie die Bremse lösen, kann die übertragene Kraft ausreichen, um das Fahrzeug langsam in Bewegung zu setzen. Sie müssen dafür nicht erst die Motordrehzahl stark erhöhen.
Bei höheren Geschwindigkeiten verändert sich die Arbeitsweise des Wandlers. Das Getriebe schaltet automatisch in passende Gänge und bei vielen Fahrzeugen wird zusätzlich eine Wandlerüberbrückungskupplung verwendet. Dadurch wird die Kraftübertragung effizienter.
Was passiert beim Lösen der Bremse in Fahrstufe D?
Wenn Sie den Wählhebel auf D gestellt haben und die Betriebsbremse betätigen, bleibt Ihr Fahrzeug zunächst stehen. Der Motor kann dabei ganz normal weiterlaufen.
Sobald Sie das Bremspedal langsam lösen, wird das Fahrzeug nicht mehr durch die Bremse festgehalten. Die Kraftübertragung des Drehmomentwandlers kann nun dazu führen, dass sich das Auto langsam nach vorne bewegt.
Das ist besonders nützlich, wenn Sie sich in einer engen Parklücke befinden oder langsam auf ein anderes Fahrzeug zufahren möchten. Sie können die Geschwindigkeit mit dem Bremspedal kontrollieren, ohne ständig Gas geben zu müssen.
Beispielsweise stehen Sie mit Ihrem Auto an einer Ampel. Der Wählhebel befindet sich auf D und Sie halten das Fahrzeug mit der Betriebsbremse fest. Wenn die Ampel auf Grün schaltet, lösen Sie die Bremse vorsichtig. Ihr Auto kann nun langsam anrollen. Erst wenn Sie stärker beschleunigen möchten, betätigen Sie das Gaspedal.
Beachten Sie jedoch, dass der Kriecheffekt nicht bei jedem Fahrzeug gleich stark ist. Die Stärke hängt unter anderem vom Getriebe, der Motordrehzahl, der Fahrzeugtechnik und den Einstellungen des Herstellers ab. Auch bei aktivem Start-Stopp-System kann das Verhalten anders sein.
Warum ist der Kriecheffekt beim Einparken und Rangieren hilfreich?
Beim Einparken müssen Sie häufig sehr langsam und vorsichtig fahren. Besonders in engen Parklücken ist es wichtig, die Geschwindigkeit genau zu kontrollieren. Mit einer Wandlerautomatik können Sie dafür häufig den Kriecheffekt nutzen.
Sie legen D oder R ein und lösen die Bremse nur so weit, dass sich das Fahrzeug langsam bewegt. Wenn Sie langsamer werden oder anhalten möchten, betätigen Sie wieder die Bremse. Dadurch können Sie das Auto in kleinen Schritten bewegen.
Das ist auch beim Rangieren auf einem Parkplatz hilfreich. Sie müssen nicht bei jeder kleinen Bewegung Gas geben und können sich besser auf die Abstände zu anderen Fahrzeugen, Mauern und Hindernissen konzentrieren.
Ein weiterer Vorteil zeigt sich beim Rückwärtsfahren. Wenn Sie beispielsweise aus einer Parklücke herausfahren, können Sie durch vorsichtiges Lösen der Bremse langsam zurückrollen. Achten Sie dabei unbedingt auf Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer.
Wie kontrollieren Sie die Geschwindigkeit beim Kriechen?
Auch wenn sich das Fahrzeug ohne Gasgeben bewegt, müssen Sie die Geschwindigkeit jederzeit kontrollieren können. Dafür ist vor allem die Betriebsbremse wichtig.
Wenn das Auto zu schnell rollt, betätigen Sie die Bremse leicht, um die Bewegung zu verlangsamen. Möchten Sie vollständig anhalten, drücken Sie das Bremspedal ausreichend fest. Lösen Sie die Bremse anschließend nur dann wieder, wenn Sie sicher weiterfahren können.
Gerade Anfänger sollten sich nicht darauf verlassen, dass das Auto immer gleich langsam fährt. Auf einer Steigung kann sich das Kriechverhalten verändern. Außerdem kann das Fahrzeug je nach Modell unterschiedlich schnell rollen.
Bei engen Parklücken oder beim Rangieren sollten Sie deshalb besonders vorsichtig sein. Halten Sie ausreichend Abstand zu Hindernissen und vermeiden Sie unnötige Beschleunigungen.
Muss man beim Kriechen zusätzlich Gas geben?
Nein, für den normalen Kriecheffekt ist es meistens nicht notwendig, zusätzlich Gas zu geben. Wenn Sie eine Fahrstufe eingelegt haben und die Betriebsbremse lösen, kann sich das Fahrzeug bereits durch die Kraftübertragung des Drehmomentwandlers bewegen.
Gas benötigen Sie hauptsächlich dann, wenn Sie schneller fahren möchten oder die vorhandene Antriebskraft zum Weiterfahren nicht ausreicht. Geben Sie dabei immer vorsichtig Gas und passen Sie die Geschwindigkeit an die Umgebung an.
Besonders beim Einparken ist es häufig besser, zunächst den Kriecheffekt zu nutzen, anstatt sofort stark zu beschleunigen. So können Sie das Fahrzeug langsamer bewegen und haben mehr Zeit, auf Hindernisse zu reagieren.
Ist der Kriecheffekt bei jeder Automatik gleich stark?
Nein, das Kriechverhalten kann sich je nach Getriebeart und Fahrzeugmodell unterscheiden. Eine klassische Wandlerautomatik besitzt einen hydraulischen Drehmomentwandler, der eine langsame Kraftübertragung ermöglicht. Deshalb ist der Kriecheffekt bei solchen Fahrzeugen typischerweise vorhanden.
Bei einem Doppelkupplungsgetriebe funktioniert die Kraftübertragung dagegen über zwei Kupplungen. Das Kriechverhalten wird dort durch die elektronische Steuerung und die Kupplungsbedienung geregelt.
Auch bei einem stufenlosen Getriebe kann das Fahrzeug ohne Gas langsam anrollen. Die technische Umsetzung ist jedoch anders als bei einer klassischen Wandlerautomatik.
Bei manchen modernen Fahrzeugen kann außerdem eine elektronische Funktion das Kriechen beeinflussen. Deshalb sollten Sie sich nicht wundern, wenn sich zwei Automatikfahrzeuge trotz ähnlicher Bedienung unterschiedlich verhalten.
Welche Gefahren entstehen, wenn man den Kriecheffekt unterschätzt?
Der Kriecheffekt ist zwar praktisch, kann aber auch zu gefährlichen Situationen führen, wenn man ihn nicht kennt. Besonders Fahranfänger glauben manchmal, dass ein Automatik-Pkw nur dann fährt, wenn sie das Gaspedal betätigen. Das ist bei einer Wandlerautomatik nicht unbedingt richtig.
Wenn Sie beispielsweise auf einem Parkplatz D einlegen und die Bremse lösen, kann sich das Fahrzeug bereits nach vorne bewegen. Befindet sich direkt davor eine Person, ein anderes Fahrzeug oder ein Gegenstand, kann es zu einem Unfall oder einer Beschädigung kommen.
Deshalb sollten Sie sich immer bewusst sein, dass ein Automatik-Pkw bereits ohne Gas rollen kann. Halten Sie beim Einlegen einer Fahrstufe die Betriebsbremse gedrückt und überprüfen Sie vor dem Losfahren die Umgebung.
Besonders wichtig sind folgende Punkte:
- Legen Sie eine Fahrstufe nur ein, wenn Sie das Fahrzeug kontrollieren können.
- Halten Sie beim Einlegen von D oder R die Betriebsbremse gedrückt.
- Lösen Sie die Bremse langsam und kontrolliert.
- Achten Sie beim Rangieren besonders auf Personen und Hindernisse.
- Verlassen Sie sich niemals darauf, dass das Fahrzeug ohne Gas automatisch stehen bleibt.
Beispiel aus dem Alltag: Langsames Einparken mit einer Wandlerautomatik
Stellen Sie sich vor, Sie möchten rückwärts in eine Parklücke fahren. Sie halten zunächst vollständig an und drücken das Bremspedal. Anschließend stellen Sie den Wählhebel auf R.
Nachdem Sie die Umgebung überprüft haben, lösen Sie die Bremse langsam. Das Fahrzeug beginnt möglicherweise von allein rückwärts zu rollen. Sie müssen nicht sofort Gas geben, sondern können die Bewegung mit dem Bremspedal kontrollieren.
Wenn Sie kurz vor dem hinteren Begrenzungsstein oder einem anderen Fahrzeug stehen, betätigen Sie die Bremse und halten vollständig an. So können Sie sich Schritt für Schritt in die Parklücke bewegen.
Dieses Beispiel zeigt, warum der Kriecheffekt bei einer Wandlerautomatik so hilfreich ist. Sie können sehr langsam fahren, ohne ständig zwischen Gasgeben und Bremsen wechseln zu müssen.
Merksatz: Der Kriecheffekt bedeutet, dass sich ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler bei laufendem Motor und eingelegter Fahrstufe bereits ohne Gasgeben langsam bewegen kann. Die Geschwindigkeit kontrollieren Sie mit der Betriebsbremse.
Wenn Sie diesen Effekt verstehen, wird Ihnen das Anfahren und Rangieren mit einem Automatik-Pkw deutlich leichter fallen. Gleichzeitig wissen Sie, warum Sie beim Einlegen einer Fahrstufe immer aufmerksam bleiben und die Betriebsbremse richtig verwenden sollten.
Wie fahren Sie mit einem Automatik-Pkw sicher am Berg und im Straßenverkehr an?
Das Fahren mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist nicht nur auf einer ebenen Straße angenehm. Auch an Steigungen, an Ampeln und im dichten Stadtverkehr bietet die Wandlerautomatik einige Vorteile. Trotzdem gibt es Situationen, in denen Sie besonders aufmerksam sein müssen.
Vor allem beim Anfahren am Berg ist es wichtig, die Bremse richtig zu benutzen und vorsichtig Gas zu geben. Obwohl ein Automatikfahrzeug das Schalten selbst übernimmt, müssen Sie die Geschwindigkeit und die Bewegung des Autos jederzeit kontrollieren.
Der hydraulische Drehmomentwandler unterstützt das Anfahren, weil er die Motorkraft auf das Getriebe überträgt. Dadurch kann das Fahrzeug auch bei niedrigen Geschwindigkeiten sanft anfahren. Sie sollten sich jedoch nicht allein auf den Kriecheffekt verlassen, denn an steilen Steigungen kann die Kraft im Leerlauf nicht ausreichen, um das Fahrzeug sicher in Bewegung zu halten.
Wie funktioniert das Anfahren am Berg mit einer Wandlerautomatik?
Das Anfahren an einem Berg kann für Fahranfänger zunächst schwierig erscheinen. Bei einem Schaltwagen müssen Sie die Kupplung und das Gaspedal genau aufeinander abstimmen, damit das Fahrzeug nicht zurückrollt. Bei einer Wandlerautomatik ist diese Bedienung einfacher, weil Sie keine Kupplung betätigen müssen.
Wenn Sie an einer Steigung stehen, halten Sie das Fahrzeug zunächst mit der Betriebsbremse fest. Der Wählhebel sollte sich für die normale Vorwärtsfahrt in D befinden. Sobald Sie losfahren möchten, können Sie die Feststellbremse entsprechend der Fahrzeugbedienung lösen und vorsichtig Gas geben.
Der Drehmomentwandler unterstützt die Kraftübertragung. Dadurch kann das Fahrzeug gleichmäßig anfahren. Je nach Steigung und Fahrzeug benötigen Sie allerdings etwas mehr Gas als auf einer ebenen Straße.
Besonders wichtig ist, dass Sie nicht zu stark beschleunigen. Ein plötzlicher Druck auf das Gaspedal kann dazu führen, dass das Fahrzeug unerwartet schnell nach vorne fährt.
Einfach erklärt: Bremse betätigen, D einlegen, die Umgebung überprüfen und anschließend kontrolliert anfahren. Bei einer stärkeren Steigung geben Sie vorsichtig Gas, damit das Fahrzeug ausreichend Kraft zum Losfahren hat.
Kann ein Automatik-Pkw am Berg zurückrollen?
Ja, auch ein Automatik-Pkw kann an einem Berg zurückrollen. Viele Fahranfänger glauben, dass ein Automatikfahrzeug an jeder Steigung automatisch stehen bleibt. Das ist jedoch nicht immer der Fall.
Der Kriecheffekt kann das Fahrzeug an einer leichten Steigung unterstützen. Allerdings hängt seine Stärke von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Steigung, dem Fahrzeuggewicht und der Getriebeausführung.
Wenn die Steigung zu stark ist, kann die Kraft im Leerlauf nicht ausreichen, um das Fahrzeug am Zurückrollen zu hindern. Deshalb sollten Sie das Auto immer mit der Betriebsbremse oder einer geeigneten Berganfahrhilfe sichern, bis Sie tatsächlich losfahren.
Besonders beim Anfahren hinter einem anderen Fahrzeug sollten Sie ausreichend Abstand halten. So haben Sie genügend Platz, falls Ihr Auto beim Losfahren kurz zurückrollt.
Wie helfen die Feststellbremse und Auto-Hold beim Berganfahren?
Die Feststellbremse ist besonders hilfreich, wenn Sie Ihr Fahrzeug an einem steilen Berg abstellen oder vor dem Anfahren sicher halten möchten. Sie verhindert, dass sich das Auto unbeabsichtigt bewegt.
Bei modernen Automatikfahrzeugen gibt es häufig zusätzlich die Funktion Auto-Hold. Dieses System kann das Fahrzeug nach dem Anhalten automatisch mit der Bremse festhalten. Sie müssen das Bremspedal dann nicht ständig selbst gedrückt halten.
Wenn Sie wieder Gas geben, kann das System die Bremse je nach Fahrzeug automatisch lösen. Dadurch wird das Anfahren an einer Steigung einfacher.
Allerdings funktioniert Auto-Hold nicht bei jedem Fahrzeug auf die gleiche Weise. Auch die Voraussetzungen für die Aktivierung können unterschiedlich sein. Lesen Sie deshalb die Hinweise in der Bedienungsanleitung.
Die wichtigsten Unterschiede sind:
| Funktion | Aufgabe |
|---|---|
| Betriebsbremse | Hält das Fahrzeug während eines normalen Halts fest. |
| Feststellbremse | Sichert das abgestellte Fahrzeug gegen Wegrollen. |
| Auto-Hold | Hält das Fahrzeug nach dem Anhalten automatisch mit der Bremse fest. |
| Berganfahrhilfe | Verhindert für kurze Zeit das Zurückrollen beim Anfahren an einer Steigung. |
Die Berganfahrhilfe ist nicht dasselbe wie Auto-Hold. Sie hält das Fahrzeug normalerweise nur für eine begrenzte Zeit fest, damit Sie vom Bremsen zum Beschleunigen wechseln können.
Wann sollten Sie die Betriebsbremse beim Berganfahren lösen?
Die Betriebsbremse sollten Sie erst lösen, wenn Sie sicher sind, dass das Fahrzeug kontrolliert anfahren kann. Bei einer leichten Steigung kann es ausreichen, die Bremse langsam zu lösen und den Kriecheffekt zu nutzen.
Bei einer stärkeren Steigung sollten Sie dagegen vorsichtig Gas geben. So erhält das Fahrzeug genügend Antriebskraft, um sich nach vorne zu bewegen.
Wenn Ihr Fahrzeug über eine Berganfahrhilfe oder Auto-Hold verfügt, können Sie diese Funktionen ebenfalls nutzen. Sie unterstützen Sie dabei, das Zurückrollen zu verhindern.
Wichtig ist, dass Sie nicht versuchen, das Auto über längere Zeit nur mit dem Gaspedal an einer Steigung festzuhalten. Bei einer Wandlerautomatik kann dadurch im Drehmomentwandler viel Wärme entstehen. Verwenden Sie zum Anhalten und Sichern immer die dafür vorgesehene Bremse.
Wie fahren Sie mit Automatik sicher an einer Ampel an?
Im Stadtverkehr müssen Sie häufig an Ampeln anhalten und anschließend wieder losfahren. Mit einer Wandlerautomatik ist das normalerweise sehr einfach.
Wenn Sie sich einer roten Ampel nähern, reduzieren Sie rechtzeitig Ihre Geschwindigkeit und halten mit der Betriebsbremse an. Der Wählhebel kann bei einem normalen kurzen Halt grundsätzlich auf D bleiben. Sie müssen also nicht bei jeder roten Ampel auf N wechseln.
Sobald die Ampel auf Grün schaltet, kontrollieren Sie kurz die Verkehrssituation und lösen die Bremse vorsichtig. Das Fahrzeug kann bereits durch den Kriecheffekt langsam nach vorne fahren.
Wenn Sie schneller beschleunigen möchten, geben Sie leicht Gas. Achten Sie dabei auf Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer, die sich möglicherweise noch im Kreuzungsbereich befinden.
Ein häufiger Fehler ist es, beim Anfahren an einer Ampel zu stark auf das Gaspedal zu drücken. Dadurch kann das Fahrzeug plötzlich beschleunigen. Besonders bei einem Automatik-Pkw sollten Sie deshalb immer mit Gefühl Gas geben.
Wie fährt man mit einer Wandlerautomatik sicher im Stop-and-go-Verkehr?
Stop-and-go-Verkehr entsteht, wenn Fahrzeuge in einer langen Schlange immer wieder langsam vorwärtsfahren und anschließend erneut anhalten. Das kommt besonders häufig in Großstädten, auf stark befahrenen Straßen und bei Verkehrsstaus vor.
Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der Wandlerautomatik. Sie können das Fahrzeug langsam anrollen lassen, ohne ständig eine Kupplung bedienen zu müssen.
Wenn der Verkehr vor Ihnen langsam weiterfährt, lösen Sie die Bremse vorsichtig und lassen das Auto bei Bedarf durch den Kriecheffekt rollen. Sobald das Fahrzeug vor Ihnen wieder anhält, betätigen Sie die Bremse und bringen Ihr Auto ebenfalls zum Stillstand.
Halten Sie dabei ausreichend Abstand. Fahren Sie nicht zu dicht auf das vorausfahrende Fahrzeug auf, nur weil Ihr Auto langsam rollen kann.
Bei längeren Wartezeiten können Sie sich an den Empfehlungen des Fahrzeugherstellers orientieren. Bei einem normalen kurzen Halt ist es in der Regel nicht notwendig, ständig zwischen D und N zu wechseln.
Wie funktioniert das langsame Rangieren auf einem Parkplatz?
Beim Rangieren müssen Sie das Fahrzeug häufig auf engem Raum bewegen. Das kann beim Einparken zwischen zwei Autos, beim Herausfahren aus einer Parklücke oder beim Wenden notwendig sein.
Der Kriecheffekt ist hierbei besonders praktisch. Sie können den Wählhebel auf D oder R stellen und die Geschwindigkeit anschließend vorsichtig mit der Betriebsbremse kontrollieren.
Wenn Sie beispielsweise rückwärts in eine Parklücke fahren möchten, müssen Sie zuerst vollständig anhalten und anschließend R auswählen. Danach überprüfen Sie die Umgebung und lösen die Bremse langsam.
Bewegt sich das Auto zu schnell, können Sie durch vorsichtiges Bremsen die Geschwindigkeit reduzieren. Sobald das Fahrzeug die gewünschte Position erreicht hat, halten Sie vollständig an.
Achten Sie beim Rangieren besonders auf niedrige Hindernisse, Bordsteine und Personen, die sich hinter dem Fahrzeug befinden. Rückfahrkameras und Parksensoren können Sie unterstützen, aber Sie sollten sich niemals ausschließlich auf diese Systeme verlassen.
Worauf müssen Sie beim Rückwärtsfahren mit Automatik achten?
Das Rückwärtsfahren funktioniert bei einem Automatik-Pkw grundsätzlich über die Stellung R. Dabei wird die Fahrtrichtung durch das Getriebe umgekehrt.
Bevor Sie R einlegen, müssen Sie das Fahrzeug vollständig zum Stillstand bringen. Anschließend können Sie die Fahrstufe auswählen und langsam rückwärtsfahren.
Besonders wichtig ist eine gute Rundumsicht. Schauen Sie in die Spiegel und über die Schulter. Achten Sie auf Fußgänger, Kinder, Fahrräder und andere Fahrzeuge.
Geben Sie beim Rückwärtsfahren möglichst wenig Gas. Häufig reicht der Kriecheffekt aus, um das Fahrzeug langsam zu bewegen.
Wenn Sie während des Rückwärtsfahrens wieder vorwärtsfahren möchten, müssen Sie zunächst vollständig anhalten. Erst danach dürfen Sie von R auf D wechseln.
Wie sollten Sie mit einem Automatik-Pkw auf glatter oder nasser Fahrbahn anfahren?
Auf nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn müssen Sie besonders vorsichtig anfahren. Die Reifen haben unter solchen Bedingungen weniger Grip, also weniger Haftung auf der Straße.
Wenn Sie zu stark Gas geben, können die Antriebsräder durchdrehen. Dadurch verliert das Fahrzeug möglicherweise an Kontrolle und kann seitlich wegrutschen.
Bei einem Automatik-Pkw sollten Sie deshalb besonders sanft beschleunigen. Vermeiden Sie plötzliche Bewegungen am Gaspedal und passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen an.
Viele moderne Automatikfahrzeuge besitzen außerdem verschiedene Fahrprogramme, beispielsweise einen Schnee- oder Wintermodus. Dieser kann die Kraftübertragung und das Beschleunigungsverhalten anpassen, damit das Fahrzeug auf glatter Fahrbahn leichter anfährt.
Allerdings ersetzt ein solches Fahrprogramm keine vorsichtige Fahrweise. Auch mit elektronischen Assistenzsystemen sollten Sie ausreichend Abstand halten und abruptes Beschleunigen vermeiden.
Was ist beim Anfahren mit einem beladenen Automatik-Pkw oder Anhänger zu beachten?
Wenn Ihr Fahrzeug stark beladen ist oder einen Anhänger zieht, kann sich das Anfahrverhalten verändern. Das liegt daran, dass der Motor mehr Kraft benötigt, um das zusätzliche Gewicht in Bewegung zu setzen.
Besonders an Steigungen kann dies eine Herausforderung sein. Der Drehmomentwandler unterstützt zwar die Kraftübertragung beim Anfahren, trotzdem sollten Sie nicht unnötig stark beschleunigen.
Geben Sie gleichmäßig Gas und vermeiden Sie häufiges unnötiges Anfahren und Anhalten. Bei starker Belastung kann der Drehmomentwandler mehr Wärme entwickeln. Deshalb sollten Sie die Hinweise des Fahrzeugherstellers beachten.
Wenn Sie mit einem Anhänger fahren, müssen Sie außerdem die zulässige Anhängelast und die Vorgaben für das jeweilige Automatikgetriebe berücksichtigen. Nicht jedes Fahrzeug ist für jede Anhängelast geeignet.
Besonders wichtig sind folgende Punkte:
- Fahren Sie an Steigungen vorsichtig und gleichmäßig an.
- Vermeiden Sie unnötig hohe Drehzahlen.
- Nutzen Sie bei Bedarf die vom Hersteller vorgesehenen Fahrprogramme.
- Achten Sie auf die zulässige Anhängelast.
- Kontrollieren Sie beim Rangieren besonders sorgfältig die Umgebung.
Ein praktisches Beispiel: Anfahren an einer steilen Steigung
Stellen Sie sich vor, Sie stehen mit Ihrem Automatik-Pkw an einer steilen Straße. Vor Ihnen befindet sich ein anderes Fahrzeug und Sie müssen warten, bis es weiterfährt.
Zunächst halten Sie Ihr Auto mit der Betriebsbremse fest. Wenn Sie eine elektronische Feststellbremse, Auto-Hold oder eine Berganfahrhilfe besitzen, können diese Funktionen Sie zusätzlich unterstützen.
Sobald Sie losfahren möchten, überprüfen Sie die Verkehrssituation und stellen sicher, dass genügend Platz vorhanden ist. Geben Sie vorsichtig Gas und lösen Sie die Bremse entsprechend der Fahrzeugbedienung.
Das Fahrzeug setzt sich kontrolliert in Bewegung. Vermeiden Sie dabei starke Beschleunigungen und halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Auto.
Dieses Beispiel zeigt, dass Sie mit einer Wandlerautomatik auch an Steigungen relativ einfach anfahren können. Entscheidend ist jedoch, dass Sie die Bremsen richtig einsetzen und die vorhandenen Fahrhilfen kennen.
Merksatz: Beim Anfahren am Berg sollten Sie das Fahrzeug zunächst sicher mit der Bremse halten. Legen Sie D ein und beschleunigen Sie vorsichtig. Verlassen Sie sich nicht allein auf den Kriecheffekt, besonders wenn die Steigung stark ist.
Wer diese Grundlagen kennt, kann mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler sicherer an Ampeln, auf Steigungen und im dichten Verkehr anfahren. Wichtig sind vor allem eine ruhige Bedienung, die richtige Verwendung der Bremse und eine aufmerksame Beobachtung der Verkehrssituation.
Welche häufigen Fehler sollten Sie beim Fahren mit Automatik vermeiden?
Das Fahren mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist in vielen Situationen einfacher als das Fahren mit einem Schaltwagen. Trotzdem können besonders Anfänger einige Fehler machen, wenn sie mit der Bedienung noch nicht vertraut sind. Manche Fehler können gefährlich werden oder sogar Schäden am Automatikgetriebe verursachen.
Ein häufiger Grund für solche Fehler ist, dass Fahrer die Bedienung eines Schaltwagens auf ein Automatikfahrzeug übertragen. Bei einem Automatik-Pkw müssen Sie jedoch anders mit den Pedalen und dem Wählhebel umgehen. Sie müssen beispielsweise keine Kupplung betätigen und sollten beim normalen Fahren nur den rechten Fuß für Gas und Bremse verwenden.
Wenn Sie die wichtigsten Regeln kennen, können Sie viele Probleme vermeiden. Außerdem wird Ihnen das Fahren mit der Zeit leichter fallen und Sie können sich besser auf den Verkehr konzentrieren.
Warum sollte man beim Automatikfahren nur den rechten Fuß für Gas und Bremse benutzen?
Ein häufiger Anfängerfehler ist die Verwendung des linken Fußes zum Bremsen. Wer vorher hauptsächlich Schaltwagen gefahren ist, ist es gewohnt, den linken Fuß für die Kupplung zu benutzen. Bei einem Automatik-Pkw gibt es jedoch kein herkömmliches Kupplungspedal.
Deshalb sollten Sie den linken Fuß während der Fahrt auf der dafür vorgesehenen Ruhefläche abstellen. Den rechten Fuß verwenden Sie sowohl für das Gas- als auch für das Bremspedal.
Der Grund dafür ist einfach: Wenn Sie mit beiden Füßen fahren, besteht die Gefahr, dass Sie versehentlich Gas und Bremse gleichzeitig betätigen. Außerdem kann es passieren, dass Sie beim Bremsen zu stark auf das Pedal drücken, weil Sie die gewohnte Kupplungsbewegung noch im Fuß haben.
Besonders beim Umstieg vom Schaltwagen auf einen Automatik-Pkw sollten Sie sich deshalb bewusst an die neue Bedienung gewöhnen.
Merken Sie sich: Rechter Fuß für Gas und Bremse, linker Fuß auf der Ruhefläche.
Warum ist das gleichzeitige Betätigen von Gas und Bremse problematisch?
Gas und Bremse haben unterschiedliche Aufgaben. Mit dem Gaspedal erhöhen Sie die Motorleistung und beschleunigen das Fahrzeug. Mit dem Bremspedal reduzieren Sie die Geschwindigkeit oder bringen das Auto zum Stillstand.
Wenn Sie beide Pedale gleichzeitig betätigen, arbeiten Beschleunigung und Bremsung gegeneinander. Das kann zu unnötiger Belastung der Bremsanlage und des Antriebs führen. Außerdem kann sich das Fahrzeug unerwartet verhalten.
Bei manchen modernen Automatikfahrzeugen gibt es elektronische Systeme, die erkennen, wenn Gas und Bremse gleichzeitig betätigt werden. Diese Systeme können beispielsweise die Motorleistung reduzieren. Darauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen.
Verwenden Sie die Pedale deshalb bewusst und vermeiden Sie es, beim normalen Fahren gleichzeitig zu beschleunigen und zu bremsen.
Warum sollte man beim Anfahren nicht plötzlich stark beschleunigen?
Ein weiterer häufiger Fehler ist das zu starke Drücken des Gaspedals beim Losfahren. Besonders Fahranfänger unterschätzen manchmal, wie schnell ein Automatik-Pkw reagieren kann.
Bei einer Wandlerautomatik müssen Sie die Kupplung nicht langsam kommen lassen. Sobald Sie eine Fahrstufe eingelegt haben und die Bremse lösen, kann das Fahrzeug bereits durch den Kriecheffekt anrollen. Wenn Sie dann plötzlich stark Gas geben, kann es unerwartet schnell beschleunigen.
Das kann vor allem auf Parkplätzen, in engen Straßen oder beim Anfahren hinter anderen Fahrzeugen gefährlich werden.
Geben Sie deshalb vorsichtig Gas und erhöhen Sie die Geschwindigkeit langsam. Besonders beim ersten Losfahren sollten Sie sich zunächst mit dem Verhalten des Fahrzeugs vertraut machen.
Beispiel: Sie stehen auf einem Parkplatz und möchten aus einer Parklücke fahren. D ist bereits eingelegt. Wenn Sie die Bremse lösen, beginnt das Auto möglicherweise langsam zu rollen. Sie müssen nicht sofort stark beschleunigen. Ein leichter Druck auf das Gaspedal reicht häufig aus.
Warum darf man während der Fahrt nicht einfach von D auf R wechseln?
Die Stellung D ist für die Vorwärtsfahrt vorgesehen, während R für das Rückwärtsfahren verwendet wird. Ein Wechsel zwischen diesen beiden Positionen verändert also die Fahrtrichtung.
Ein häufiger und gefährlicher Fehler besteht darin, den Wählhebel bereits auf R zu stellen, während das Fahrzeug noch nach vorne rollt. Dadurch kann das Getriebe unnötig stark belastet werden.
Moderne Automatikgetriebe besitzen zwar häufig elektronische Schutzfunktionen, die einen solchen Schaltvorgang verhindern oder verzögern können. Trotzdem sollten Sie sich niemals darauf verlassen.
Wenn Sie beispielsweise in eine Parklücke fahren und anschließend rückwärtsfahren möchten, müssen Sie zuerst vollständig anhalten. Betätigen Sie dafür die Betriebsbremse und warten Sie, bis das Fahrzeug wirklich steht. Erst danach wählen Sie R aus.
Dasselbe gilt, wenn Sie nach dem Rückwärtsfahren wieder vorwärtsfahren möchten. Halten Sie zuerst vollständig an und wechseln Sie anschließend auf D.
Warum sollte man während der Fahrt nicht auf P schalten?
Die Stellung P ist ausschließlich zum Parken und Abstellen des Fahrzeugs vorgesehen. In dieser Position wird eine mechanische Parksperre im Automatikgetriebe aktiviert.
Wenn Sie während der Fahrt auf P schalten, kann diese Parksperre versuchen, die Bewegung des Getriebes zu blockieren. Das kann schwere Schäden verursachen, insbesondere wenn die Parksperre tatsächlich einrastet.
Bei vielen modernen Fahrzeugen verhindert die elektronische Steuerung, dass P während der Fahrt eingelegt wird. Trotzdem sollten Sie diese Schutzfunktion nicht absichtlich ausprobieren.
Verwenden Sie P erst, wenn das Fahrzeug vollständig zum Stillstand gekommen ist. Anschließend können Sie die Feststellbremse aktivieren und das Fahrzeug sicher abstellen.
Wichtig: P ist kein Ersatz für die normale Betriebsbremse. Wenn Sie während der Fahrt langsamer werden oder anhalten möchten, benutzen Sie immer das Bremspedal.
Welche Folgen kann die Stellung N während der Fahrt haben?
Die Stellung N bedeutet Neutral. In dieser Position wird keine normale Antriebskraft auf die Räder übertragen. Das Fahrzeug kann dadurch frei rollen, solange es nicht durch die Bremsen festgehalten wird.
Manche Fahrer schalten an längeren Gefällen oder beim Heranrollen an eine Ampel auf N, weil sie glauben, dadurch Kraftstoff zu sparen. Das ist jedoch keine gute Gewohnheit.
Wenn Sie in N fahren, steht Ihnen die normale Motorbremswirkung nicht wie in einer geeigneten Fahrstufe zur Verfügung. Außerdem müssen Sie später wieder eine passende Fahrstufe auswählen, um weiterzufahren.
Besonders an längeren oder steilen Gefällen kann dies problematisch sein. Sie sollten deshalb eine geeignete Fahrstufe wählen und die vom Fahrzeughersteller empfohlenen Fahrweisen beachten.
Für die normale Fahrt ist D vorgesehen. Lassen Sie den Wählhebel daher grundsätzlich in dieser Stellung, solange keine besondere Fahrsituation einen anderen Modus erfordert.
Warum sollte man an einer Ampel die Bremse richtig benutzen?
Wenn Sie an einer Ampel anhalten, können Sie bei vielen Wandlerautomatikfahrzeugen den Wählhebel in D lassen und das Fahrzeug mit der Betriebsbremse festhalten.
Ein häufiger Fehler ist es, an jeder roten Ampel zwischen D, N und P zu wechseln. Das ist bei einem normalen kurzen Halt in der Regel nicht notwendig.
Solange D eingelegt ist, kann das Fahrzeug bei laufendem Motor durch den Kriecheffekt nach vorne rollen, sobald Sie die Bremse lösen. Deshalb müssen Sie das Bremspedal während des Stillstands ausreichend betätigen.
Bei längeren Wartezeiten können Sie die vom Hersteller vorgesehenen Funktionen wie Auto-Hold verwenden. Auch die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs gibt Auskunft darüber, welche Vorgehensweise empfohlen wird.
Wichtig ist, dass Sie das Fahrzeug während des gesamten Halts sicher festhalten und nicht unachtsam die Bremse lösen.
Warum sollte man die Feststellbremse beim Parken nicht vergessen?
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Abstellen des Automatik-Pkw, ohne die Feststellbremse richtig zu benutzen.
Viele Fahrer glauben, dass die Stellung P allein ausreicht, um das Fahrzeug sicher zu parken. Zwar aktiviert P eine mechanische Parksperre im Getriebe, trotzdem sollte zusätzlich die Feststellbremse verwendet werden.
Besonders an Steigungen und Gefällen ist das wichtig. Ohne Feststellbremse kann das Fahrzeuggewicht vollständig auf der Parksperre lasten. Dadurch können beim späteren Herausnehmen aus P Verspannungen entstehen. Der Wählhebel lässt sich dann möglicherweise nur schwer bewegen.
Eine sichere Vorgehensweise besteht darin, das Fahrzeug vollständig anzuhalten, die Feststellbremse zu aktivieren und anschließend P einzulegen. Beachten Sie dabei die vom Hersteller empfohlene Reihenfolge.
Bei modernen Fahrzeugen mit elektronischer Feststellbremse kann dieser Vorgang teilweise automatisch ablaufen.
Welche Fehler passieren häufig beim Umstieg vom Schaltwagen auf Automatik?
Wenn Sie jahrelang einen Schaltwagen gefahren sind, haben Sie bestimmte Bewegungen automatisch gelernt. Beim Wechsel auf einen Automatik-Pkw können diese Gewohnheiten zunächst zu Unsicherheiten führen.
Besonders häufig sind folgende Situationen:
| Häufiger Fehler | Warum ist das problematisch? | Besseres Verhalten |
|---|---|---|
| Linken Fuß zum Bremsen benutzen | Gefahr einer zu starken oder unbeabsichtigten Bremsung | Nur den rechten Fuß für Gas und Bremse verwenden |
| Ohne Bremse eine Fahrstufe einlegen | Das Fahrzeug kann ungewollt losrollen | Bremse vor dem Einlegen der Fahrstufe betätigen |
| Zu stark Gas geben | Das Fahrzeug kann plötzlich beschleunigen | Langsam und kontrolliert Gas geben |
| Während der Fahrt auf P schalten | Gefahr von Schäden an der Parksperre | P nur im Stillstand verwenden |
| Von D auf R wechseln, während das Auto rollt | Unnötige Belastung des Getriebes | Vor dem Fahrtrichtungswechsel vollständig anhalten |
| Feststellbremse beim Parken vergessen | Das Fahrzeug ist möglicherweise nicht ausreichend gesichert | Feststellbremse und P verwenden |
| Kriecheffekt unterschätzen | Das Auto kann ohne Gas losrollen | Bremse beim Einlegen der Fahrstufe gedrückt halten |
Diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie sich am Anfang ausreichend Zeit nehmen, um die Bedienung Ihres Automatikfahrzeugs kennenzulernen.
Wie lassen sich Schäden am Automatikgetriebe vermeiden?
Ein Automatikgetriebe ist ein technisches System mit vielen beweglichen Bauteilen. Damit es möglichst lange zuverlässig funktioniert, sollten Sie es richtig bedienen und regelmäßig warten lassen.
Besonders wichtig ist ein schonender Umgang mit dem Wählhebel. Vermeiden Sie unnötige Wechsel zwischen D, R und P. Warten Sie immer, bis das Fahrzeug vollständig steht, bevor Sie die Fahrtrichtung ändern oder die Parkstellung auswählen.
Achten Sie außerdem auf die Wartung des Getriebes. Bei vielen Wandlerautomatikgetrieben spielt das Getriebeöl eine wichtige Rolle, weil es nicht nur schmiert, sondern auch die hydraulische Kraftübertragung unterstützt.
Je nach Fahrzeughersteller und Getriebetyp können bestimmte Ölwechsel oder Wartungsarbeiten vorgeschrieben sein. Es gibt keine allgemeingültige Wechselregel für alle Automatikfahrzeuge. Halten Sie sich deshalb an die Wartungsvorgaben des Herstellers.
Wenn Sie ungewöhnliche Geräusche, starke Ruckler oder verzögerte Reaktionen beim Schalten bemerken, sollten Sie das Fahrzeug fachgerecht überprüfen lassen.
Warum sollten Sie die Bedienungsanleitung Ihres Automatik-Pkw beachten?
Auch wenn viele Automatikfahrzeuge ähnliche Wählhebel-Stellungen besitzen, können sich die Bedienung und die technischen Funktionen unterscheiden.
Einige Fahrzeuge verfügen über eine elektronische Feststellbremse, andere besitzen eine klassische Handbremse. Manche Modelle haben Auto-Hold, eine Berganfahrhilfe oder zusätzliche Fahrprogramme.
Auch das Verhalten beim Starten, Parken und Anfahren kann je nach Hersteller unterschiedlich sein. Deshalb sollten Sie die Bedienungsanleitung lesen, bevor Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig benutzen.
Dort finden Sie wichtige Informationen über die richtige Bedienung, die Wartung des Getriebes und die Verwendung der verschiedenen Fahrprogramme.
Merksatz: Vermeiden Sie unnötige Schaltvorgänge, verwenden Sie den rechten Fuß für Gas und Bremse und legen Sie P oder R nur im vollständigen Stillstand ein. So können Sie viele typische Anfängerfehler vermeiden und Ihr Automatikgetriebe schonen.
Wer diese Regeln beachtet, kann sicherer mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler fahren. Wichtig ist nicht nur, dass das Fahrzeug selbstständig schaltet. Sie müssen auch verstehen, wie Sie die Bremsen, den Wählhebel und das Gaspedal richtig einsetzen.
Häufig gestellte Fragen zum Losfahren mit einem Automatik-Pkw (hydraulischer Wandler)
Wenn Sie zum ersten Mal mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler fahren, können einige Fragen entstehen. Besonders Fahranfänger möchten wissen, wie sie das Fahrzeug richtig starten, welche Fahrstufe sie wählen müssen und warum das Auto manchmal ohne Gas losrollt.
Im folgenden Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Losfahren mit einer Wandlerautomatik. Die Erklärungen helfen Ihnen sowohl beim praktischen Fahren als auch bei der Vorbereitung auf die Führerschein-Theorieprüfung.
Muss man beim Einlegen von D immer die Bremse treten?
Ja, beim Einlegen der Fahrstufe D sollten Sie normalerweise die Betriebsbremse betätigen. Das ist wichtig, weil sich ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler bereits nach dem Einlegen einer Fahrstufe langsam bewegen kann.
Wenn Sie das Bremspedal gedrückt halten, bleibt das Fahrzeug stehen. Erst wenn Sie die Bremse bewusst lösen, kann es nach vorne rollen.
Diese Vorgehensweise ist eine wichtige Sicherheitsregel. Sie verhindert, dass das Auto ungewollt losfährt, während Sie noch nicht bereit sind.
Kann man einen Automatik-Pkw ohne Gasgeben losfahren?
Ja, bei einer klassischen Wandlerautomatik ist das häufig möglich. Dieses Verhalten wird als Kriecheffekt bezeichnet.
Wenn der Motor läuft, D eingelegt ist und Sie die Betriebsbremse lösen, kann sich das Fahrzeug langsam nach vorne bewegen. Dafür müssen Sie nicht unbedingt das Gaspedal betätigen.
Das ist besonders beim Einparken, Rangieren und im langsamen Stadtverkehr hilfreich. Möchten Sie schneller fahren, können Sie vorsichtig Gas geben.
Beachten Sie jedoch, dass die Stärke des Kriecheffekts je nach Fahrzeug unterschiedlich sein kann.
Kann ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler abgewürgt werden?
Beim normalen Anfahren kann ein Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler nicht wie ein Schaltwagen durch eine falsche Kupplungsbetätigung abgewürgt werden. Das liegt daran, dass der Drehmomentwandler die Kraft zwischen Motor und Getriebe hydraulisch überträgt.
Bei einem Schaltwagen muss der Fahrer die Kupplung richtig bedienen, damit der Motor beim Anfahren nicht ausgeht. Bei einer Wandlerautomatik übernimmt die Technik diese Aufgabe.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Automatikmotor unter keinen Umständen ausgehen kann. Technische Probleme oder andere Störungen können auch bei solchen Fahrzeugen dazu führen, dass der Motor ausgeht.
Für die normale Theoriefrage ist wichtig: Sie müssen die Motordrehzahl beim Anfahren nicht wesentlich erhöhen, um ein Abwürgen zu verhindern.
Kann man den Wählhebel bei laufendem Motor betätigen?
Ja, der Wählhebel darf grundsätzlich auch bei laufendem Motor betätigt werden. Das ist notwendig, wenn Sie beispielsweise nach dem Starten des Motors von P auf D wechseln möchten.
Die Aussage, dass der Wählhebel nur bei ausgeschaltetem Motor bewegt werden darf, ist deshalb falsch.
Allerdings sollten Sie beim Einlegen einer Fahrstufe die Betriebsbremse betätigen. Außerdem müssen Sie das Fahrzeug vollständig anhalten, bevor Sie zwischen D und R wechseln.
So verhindern Sie, dass sich das Fahrzeug unerwartet bewegt oder das Getriebe unnötig belastet wird.
Muss man beim Automatikfahren immer den rechten Fuß benutzen?
Ja, beim normalen Fahren mit einem Automatik-Pkw sollten Sie den rechten Fuß für das Gas- und Bremspedal verwenden. Der linke Fuß bleibt auf der dafür vorgesehenen Ruhefläche.
Der Grund ist, dass Sie mit einem Automatikfahrzeug keine Kupplung betätigen müssen. Deshalb besteht keine Notwendigkeit, den linken Fuß für die Pedalbedienung zu verwenden.
Wenn Sie beide Füße benutzen, kann es passieren, dass Sie versehentlich Gas und Bremse gleichzeitig betätigen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie beim Bremsen zu stark auf das Pedal drücken.
Besonders beim Wechsel von einem Schaltwagen auf einen Automatik-Pkw sollten Sie sich diese Gewohnheit von Anfang an angewöhnen.
Was passiert, wenn man bei einem Automatik-Pkw die Bremse loslässt?
Wenn eine Fahrstufe wie D oder R eingelegt ist und der Motor läuft, kann das Fahrzeug nach dem Lösen der Bremse langsam losrollen.
Bei D bewegt es sich normalerweise nach vorne, bei R nach hinten. Dieses Verhalten nennt man Kriecheffekt.
Die Geschwindigkeit ist häufig niedrig, trotzdem sollten Sie vorsichtig sein. Besonders auf Parkplätzen und in engen Straßen kann bereits eine langsame Bewegung zu einem Unfall führen.
Deshalb sollten Sie die Bremse erst lösen, wenn Sie die Umgebung überprüft haben und sicher losfahren können.
Wie parkt man einen Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler richtig?
Beim Parken sollten Sie darauf achten, dass Ihr Fahrzeug sicher gegen Wegrollen geschützt ist. Dafür benötigen Sie die Feststellbremse und die Parkstellung P.
Halten Sie das Fahrzeug zunächst mit der Betriebsbremse vollständig an. Aktivieren Sie anschließend die Feststellbremse und stellen Sie den Wählhebel auf P. Beachten Sie dabei die genaue Vorgehensweise in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs.
Die Stellung P aktiviert eine mechanische Parksperre im Getriebe. Diese verhindert, dass sich das Fahrzeug über den Antrieb frei bewegen kann. Die Feststellbremse bietet eine zusätzliche Sicherung.
Besonders an einem Berg oder auf einem abschüssigen Parkplatz sollten Sie niemals nur auf die Stellung P vertrauen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Wandlerautomatik und einem DSG?
Eine Wandlerautomatik und ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) übernehmen beide den Gangwechsel automatisch. Ihre technische Funktionsweise ist jedoch unterschiedlich.
Eine klassische Wandlerautomatik verwendet einen hydraulischen Drehmomentwandler, um die Kraft des Motors auf das Getriebe zu übertragen. Ein DSG verwendet dagegen zwei Kupplungen, die abwechselnd die verschiedenen Gänge übernehmen.
| Merkmal | Wandlerautomatik | DSG |
|---|---|---|
| Kraftübertragung | Hydraulischer Drehmomentwandler | Zwei Kupplungen |
| Kupplungspedal | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden |
| Gangwechsel | Automatisch | Automatisch |
| Anfahren | Häufig besonders sanft | Je nach Modell unterschiedlich |
| Kriecheffekt | Typischerweise vorhanden | Wird durch die Getriebesteuerung geregelt |
| Einsatz | Viele Pkw und größere Fahrzeuge | Viele moderne Pkw |
Beide Getriebearten haben Vorteile. Welche Variante besser geeignet ist, hängt vom Fahrzeug, dem persönlichen Fahrverhalten und den Anforderungen im Alltag ab.
Welche Antwort ist bei der Führerscheinfrage 2.7.01-110 richtig?
Bei der Theoriefrage 2.7.01-110 geht es darum, was Sie beim Losfahren mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler beachten müssen.
Es gibt drei Antwortmöglichkeiten:
- Beim Einlegen einer Fahrstufe muss der Pkw in der Regel mit der Betriebsbremse festgehalten werden.
- Der Wählhebel darf nur bei stehendem Motor betätigt werden.
- Die Drehzahl muss wesentlich erhöht werden, damit der Motor nicht abgewürgt wird.
Nur die erste Aussage ist richtig.
Die Betriebsbremse muss beim Einlegen einer Fahrstufe normalerweise betätigt werden, damit sich das Fahrzeug nicht ungewollt in Bewegung setzt.
Die zweite Aussage ist falsch, weil Sie den Wählhebel auch bei laufendem Motor betätigen dürfen. Die dritte Aussage ist ebenfalls falsch, weil der hydraulische Drehmomentwandler die Kraftübertragung übernimmt und Sie die Drehzahl beim normalen Anfahren nicht wesentlich erhöhen müssen.
Die Frage gehört zum Themenbereich Fahrzeugtechnik und Fahrbetrieb und ist für die Führerscheinklasse B relevant.
Prüfungstipp: Denken Sie bei dieser Frage immer an den Kriecheffekt. Sobald eine Fahrstufe eingelegt ist, kann das Auto bereits ohne Gas losrollen. Deshalb muss es beim Einlegen der Fahrstufe mit der Betriebsbremse festgehalten werden.
Fazit: Mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler sicher losfahren
Das Losfahren mit einem Automatik-Pkw mit hydraulischem Wandler ist einfacher, wenn Sie die wichtigsten Funktionen des Getriebes kennen. Besonders wichtig ist, dass der hydraulische Drehmomentwandler die Kraft zwischen Motor und Getriebe überträgt und dadurch ein sanftes Anfahren ermöglicht.
Sie müssen keine Kupplung bedienen und die Gänge nicht selbst wechseln. Trotzdem sollten Sie beim Starten und Losfahren einige Regeln beachten. Halten Sie das Fahrzeug beim Einlegen einer Fahrstufe mit der Betriebsbremse fest und wählen Sie die passende Stellung am Wählhebel.
Merken Sie sich außerdem die Bedeutung der verschiedenen Fahrstufen: P steht für Parken, R für Rückwärtsfahren, N für Neutral und D für die normale Vorwärtsfahrt.
Wenn Sie diese Grundlagen verstanden haben, können Sie einen Automatik-Pkw sicherer bedienen und typische Anfängerfehler vermeiden. Gleichzeitig sind Sie gut auf die Theoriefrage 2.7.01-110 vorbereitet.

